Mittwoch, 15. November 2017

Grüne Woche

Ich habe mir ein neues Anleitungsheft zugelegt. Ein Heft mit Tüchern. Da mir mehrere davon gefielen, kam es mit. Zu diesem Tuch habe ich mir gleich das Garn besorgt:


Es ist ein Zauberball von Schoppel und heißt Crazy Grüne Woche. Die Farbstellung gefiel mir sehr gut, es ist doch mal etwas ganz anderes. Da ich einen khakigrünen Trenchcoat besitze, weiß ich auch schon, wie ich es tragen kann.

Das Ajourmuster, das mittig durch das Tuch läuft, erfordert eine gute Konzentration. Ich musste schon mehrere Male ein paar Reihen zurückstricken, weil irgendwas ganz und gar nicht mehr passte, aber mit der Zeit wird man routinierter.

Hier die Anfänge:



Das leuchtende Grün wird wohl bei Sonnenlicht fotografiert worden sein. Auf meinem Foto kommt es nicht so gut heraus.

Das Modell entstammt dem Heft "Stricktücher" aus der Reihe ANNA SPEZIAL, das zur Zeit im Handel ist.

Gestern wies ich ja bereits auf dieses gerade entstehende Tuch hin: - es wächst schnell:



Der Komet



Bei diesem Mystery-KAL möchte ich gern mitmachen. Ich weiß nur noch nicht, welche Farbkombination ich mir dazu bestellen werde. Barbara färbt ja noch, wird dann am Freitag noch ein paar Sets auf ihre Verkaufsseite stellen. Ich hoffe, ich werde etwas in meiner Lieblingskombi finden - NORDLICHT natürlich! Schön finde ich aber auch diese beiden Sets:

Tannengrün bis Lichtgrau

Rot bis Türkis
Ich bin noch sehr unentschlossen. Aber nun will ich mein aktuelles Tuch zügig beenden, damit ich ab Anfang Dezember Luft für dieses neue Projekt habe.

Dienstag, 14. November 2017

Nach-Nachschlag

Größenvergleich

Mini-Nachschlag

Eine der Mit-Kreativen schenkte mir zum Schluss einen ganzen Stapel mit Mini-Briefumschlägen. "Du wirst schon was finden, wozu du die gebrauchen kannst", meinte sie. Ich fing gleich an zu brainstormen. Nun, da ich das zweite Handschühchen kreiert habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen ... 



So ist das kleine Machwerk doch angemessen präsentiert!
Dann noch in ein kleines Plastiktütchen gesteckt ... topp!

Nun fehlt nur noch der Ring für den Schlüssel. Auch dazu werde ich mir etwas einfallen lassen. Ob ich meinen Mann mal in den Baumarkt begleite? Oder mal in seinem Werkzeugkeller stöbere?

Herbstjacke fertig!

Die neue Herbstjacke ist längst fertig und ich stricke schon an dem (möglicherweise) dazu passenden Tuch. Hier die Jacke - vorgeführt von meiner Hulda:

Die Vorderteile sind einfache Rechtecke,
die durch die interessante Schulterschrägung im Rücken
selbst in eine schräge Form fallen.
Es erübrigt sich das Stricken eines V-Ausschnitts.


Die Schulterschrägung im Rückenteil

Mit einer Messingbrosche
kann ich die Jacke bei Bedarf auch schließen.


Die Jacke ist sehr leicht, obwohl sie aus zwei Alpakagarnen gestrickt wurde. Man kann sie einfach ganz schnell mal überwerfen, bevor sich der "Bibber" einstellt. Ich habe sie oft irgendwo herumliegen, so dass ich sie schnell mal greifen kann. Gestrickt wurde mit 6er-Nadeln, weswegen man schnell vorankam.

Ein Lieblingsteil in meiner Garderobe! Das nächste Projekt ist in Arbeit ... ein Dreieckstuch aus Schoppel-Zauberball (Crazy Grüne Woche). Hier will mir eine Freundin mit einem Foto beweisen, dass die Farben gut harmonieren (wenn man ein graues T-Shirt trägt, das sich in dem Tuch farblich wiederholt). Ich bin noch nicht ganz sicher, ob das Tuch nicht zu anderen Farben besser passt.






Mini ... minier ... am ministen

Das Wochenende war ein einziges großes Event. Es begann mit Kuchenbacken und endete mit einem Brainstorming über das, was ich erlebt hatte.

In unserem kleinen Städtchen hatte nämlich eine jährliche Veranstaltung stattgefunden, und zwar die Ausstellung und der Verkauf der kreativen Werke einer Gruppe von Frauen, die sich teilweise vor 27 Jahren schon zusammengeschlossen hatten, um ihre Kreativität miteinander zu teilen, sich darüber auszutauschen und ihre Werke an andere weiterzugeben.

Dieses Jahr war ich das erste Mal dabei. Es war für mich noch sehr aufregend, da ich mit so etwas noch keine Erfahrung hatte. So war die Woche davor geprägt vom Verfassen von Schriftstücken (Taschengeschichten), in denen ich meine Werke vorstellte, vom Etikettieren, Planen eines Ausstellungstisches und mehr.

Das Ergebnis sah so aus:



Ich hatte Socken im Angebot, allerlei kleine Täschchen, große Taschen, Etuis für Brillen oder Stifte,  Strickwaren wie Tücher oder Loops, genähte Handykissen und vor allem meine ganz besonderen Nordlicht-Taschen. Diese sind Objekte, die ich im Grunde nur vorstellen wollte, um die Kundschaft darüber zu informeiren, dass ich auch für sie ganz persönliche Taschen nähen könne.

Kam es zu einem solchen Auftrag?

Nein, das nicht ...

aber zu einem anderen ...

und von dem möchte ich heute erzählen - wenn es auch nur etwas ganz Winziges ist:

Eine junge Frau - in Begleitung ihres Partners - kam direkt auf mich zu und fragte: "Können Sie wohl auch Mini-Handschuhe stricken?" - "Im Grunde kann ich alles stricken", sagte ich, "aber erzählen Sie mal genauer, was Sie meinen und wozu Sie es haben wollen." - "Meine Frau sammelt sowas", mischte sich ihr Partner ein und grinste. "Okay", sagte ich, "wie klein sollen sie denn sein, die Handschuhe und zu welchem Zweck brauchen Sie sie?" - "Ich sammle Schlüsselanhänger", erklärte sie und zählte dann auf, was sie schon alles hatte. Natürlich waren kleine Söckchen dabei. Die zu stricken, ist ja auch eine nette Spielerei. "Gut", sagte ich, "trotzdem müsste ich schon in etwa wissen, wie groß ich den Handschuh stricken soll." Sie deutete auf meine Pagine, die kleine Fausthandschühchen trug. "Etwa doppelt so groß ...", schätzte sie.


Dazu muss man wissen, dass Pagine nur 28 cm groß ist und ihre Handschühchen 3,5 cm Länge haben. "Gut", sagte ich, "also Fausthandschühchen, doppelt so groß wie die meiner Puppe. Das müsste zu machen sein." - "Nein, doch keinen Fausthandschuh! Ich meine einen Fingerhandschuh", sagte sie und mir fiel fast die Kinnlade herunter. - "Dazu müsste man doch zumindest vier Maschen pro Fingerchen auf den Nadeln haben", sagte ich und überlegte, wie groß das Teilchen dann wohl werden würde. "Da müsste ich mich erst mal tüfteln, ob das überhaupt machbar ist." - "Ich habe sowas schon gesehen", meinte sie und ihre Augen strahlten Hoffnung aus. "Lassen Sie mal Ihre Mailadresse hier", bat ich sie und versprach, mich in jedem Fall bei ihr zu melden.

Anschließend hatte ich ein Gespräch mit einer anderen Kreativen, die die Idee hatte, solche Handschühchen mit Stopfnadeln und Stickgarn zu fertigen. Oh Gott!!! Nicht mit mir!

Nach einem anstrengenden, aber auch belebenden Nachmittag kam ich nach Hause. Es drängte mich sofort an meine Wollvorräte in der Sockenwollkiste, denn ich wollte austüfteln, wie man so etwas Kleines bewerkstelligen könne. Mich auf das kleine Abenteuer einzulassen, war nur der erste Schritt.  Der zweite war, eine normale Fingerhandschuhanleitung in eine Miniaturanleitung umzusetzen. Es war ja nicht das erste Mal, dass ich einen Fingerhandschuh (z. B. hier) gestrickt hätte. Nach mindestens zwei Stunden Friemelei hatte ich das gewünschte Handschühchen fertig. Was für eine Geduld musste ich haben! Leider habe ich versäumt, die Zwischenschritte zu dokumentieren. Man sollte es gesehen haben! Ich werde bei einem weiteren solchen Projekt mal daran denken (beim nächsten - so viel vorweg - habe ich leider wieder nicht dran gedacht).

Ich vernähte die mindestens zehn Fäden, stopfte noch ein winziges Stückchen Füllwolle hinein und schrieb noch am selben Abend der Auftraggeberin eine Mail:

Hallo liebe Frau L.,
ich hatte es zwar kaum für möglich gehalten,
habe mich aber mal schlau gemacht und mich dann der Herausforderung gestellt.
Eine ziemliche Friemelei, viele Fäden zu vernähen.
Tadaaaaaaaa ...


Den Fernsehfilm habe ich allerdings nicht ganz mitbekommen beim Stricken,
was ich sonst immer nebenbei schaffe.
Wenn Sie ihn mögen, können Sie morgen den Handschuh holen.
Ich bin ab 11 Uhr wieder an meinem Tisch.
Leider hatten wir nicht über die Farbe gesprochen.
Ich hoffe, sie gefällt Ihnen.
Größe: ca. 6,5 cm x 3,5 cm (ohne Schlaufe gemessen).
Liebe Grüße und eine gute Nacht ...

Am nächsten Tag ...

ich hatte das kleine Teil mit einem pfiffigen Preisschild versehen (einem Frauenspruch: Frauen wie WIR probieren was aus - mal in der BRIGITTE-WIR gefunden), legte es zu meinen anderen Sachen und bevor das Paar tatsächlich erschien, hatte fast jeder der vorbeikommenden Besucher der Ausstellung etwas dazu geäußert: "Ooooooch, guck mal, wie süß!" oder "Was ist DAS denn? Sooo ein kleiner Handschuh. Ach, wie süüüß!" - Natürlich blieb er der Auftraggeberin reserviert!


Heute juckte es schon wieder in meinen Strickfingern ... und obwohl ich nun schon eine Strategie hatte, brauchte ich noch etwas länger, denn ...

man sehe selbst:


Bei meiner Nachbarin, die auch als Ausstellerin beteiligt war, habe ich eine sehr hübsche Box erstanden. Die wird nun erst einmal Sammelstelle für mehr Kinkerlitzchen dieser Art werden.


Im nächsten Jahr wird es schließlich wieder eine solche Veranstaltung geben und da lässt sich noch viel Niedliches kreieren und optimieren ... es bleibt spannend.

Freitag, 20. Oktober 2017

Acht Tage später ... Herbst in Reinform!


Das Rückenteil und die beiden Vorderteile sind fertig und aneinandergenäht, der erste Ärmel auch schon zur Hälfte gestrickt. Ich freue mich auf das warme Herbstgelb am Körper, denn bald wird es auch draußen vergangen sein. Bis jetzt bin ich mit dem Strickstück sehr zufrieden. Beim Stricken auf dem Sofa konnte ich mich heute schon richtig schön reinkuscheln. 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Herbstgelüste: Goldgelb befeuert Winterschwarz

Ich kann es einfach nicht aufgeben ... das Abo der VERENA. Wie oft schon hatte ich vorgehabt, es zu beenden. In der VERENA werden so viele Projekte für junge Frauen angeboten, dass ich ... nein - eben doch nicht! Bisher habe ich noch in jedem Heft etwas gefunden, was auch mir als "Seniorin" gut gefällt. 

So ist es dieses Mal eine lange Strickjacke, in die man einfach so hineinschlüpfen kann. Kein Verschluss, einfach nur anziehen und sich reinkuscheln. Ja, das werde ich sicherlich tun, wenn diese Jacke fertig ist. 

Heute sollte es sein ... ich kaufte das Garn. Wie das geschah, erzähle ich hier detailliert. 

Die Maschenprobe war in weniger als einer Viertelstunde gestrickt:


Wie man auf dem Foto sieht, wählte ich für mich aber nicht das kühle Hellblau vom Heftfoto, in dem ich gefühlsmäßig eher frieren würde, sondern entschied mich für ein warmes Herbstgold. Mit ihm habe ich vor, die tristen Töne der kalten Jahreszeit aufzuwärmen. Novembergrau, Winterschwarz - sie werden demnächst von außen umkuschelt und befeuert. So stelle ich mir das vor:



Garn: 
LAMANA "Cusi" (100% Alpaca, LL 225 m / 50 g) und LAMANA "Piura" (100% Alpaca, LL 400 m / 50 g)
Nadelstärke 6
Beide Garne werden (mit je einem Faden) zusammen verstrickt. Dabei gibt das glattere Garn dem Strickstück seine Festigkeit und Form, das weiche Garn gibt ihm den gemütlichen Kuscheleffekt.

Und nun geht's vor den Fernseher, denn diese Jacke nadelt sich wie von selbst ...

Samstag, 7. Oktober 2017

Fröhliche Mädchensocken


Ein Paar Mädchensocken - für kleine Prinzessinnen. Dieses Paar ließe sich auch mit Uniblau (statt Dunkelrosa) in Ergänzung zu dem melierten Garn stricken ... dann wäre es vermutlich auch für Jungen interessant.

Gute-Laune-Socken gegen Herbstdepression

Ein neues Paar Socken ist fertig, dieses Mal in Erwachsenengröße. Denn Erwachsene brauchen ja auch mal was Buntes, damit sie trotz ständigen Regenwetters die gute Laune nicht verlieren. Der Rapport im Farbverlauf des Garnes war nur schwer zu finden, daher habe ich sie einfach drauflos gestrickt, ohne darauf zu achten, dass die Farbstreifen in den beiden Socken gleich verlaufen. Das hebt die gute Laune um so mehr. Bündchen, Hacke und Spitze (die einzigen gleich gestrickten Teile) habe ich aus unifarbigem Regia-Garn gestrickt. Fuß und Schaft bestehen aus Farbverlaufsgarn. Die Banderole habe ich leider verlegt, weiß nicht mehr, wer der Hersteller ist.

Das Muster im Schaft ist ein Hebemaschenmuster, das sich alle 8 Reihen wiederholt. Es macht die Socken am Bein schön warm, da Hebemaschen die Reihen zusammenziehen und damit das Gestrick voluminöser machen.


Das nächste Paar ist bereits angestrickt ...

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Wie ein Sprung ins frische Meer

So etwa fühlt es sich an, wenn ich in meinen neuen BW-Pulli schlüpfe, den ich im Norwegenurlaub im Mai begonnen hatte und jetzt an der Nordsee vollenden konnte, nachdem ich die Ärmel nach Fertigstellung wieder aufribbeln und nach aufwändigen Überlegungen, wie das Garn am besten neu zu verstricken sei, ein zweites Mal stricken musste. Dann aber passte er super ... und der große Aufwand hat sich gelohnt. 


Das Tragefoto ist leider etwas unscharf. Nicht so einfach, ein scharfes Selfie mit Selbstauslöser hinzubekommen. Auf was soll das Objektiv fokussieren, wenn das zu fotografierende Objekt noch am Selbstauslöser rumfriemelt? Dafür doch gar nicht schlecht, oder?


Erinnern möchte ich nochmal an den Ursprung dieses Projekts. Ich hatte eine Anleitung aus einer Ausgabe der BRIGITTE WOMAN (2016?) nachgestrickt. Das Vorlagemodell sah so aus:



Diese Variante kann man hier als Materialpaket kaufen:


Ich strickte den Pulli in anderen Farben, aus einem anderen Garn, fand diese Farben markanter, kontrastreicher und bin sehr zufrieden mit meiner Farbauswahl.





Beide Pullis sind in meiner Garderobe absolute Favoriten! Sie sind sommerlich-luftig, wirken fröhlich und frisch.

Samstag, 30. September 2017

Sockenfieber

Im Urlaub brauche ich immer kleine Strickprojekte, die ich in jede Tasche packen kann, überall herausnehmen und daran weiterstricken kann, so z. B. auch in gemütlichen Teestuben, wie wir sie in unserem vergangenen Urlaub häufig aufsuchten. Das Wetter war absolut nicht urlaubstauglich. In der ersten Woche gab es keinen einzigen regenfreien Tag, noch dazu wurden wir von Sturm SEBASTIAN ordentlich durchgebürstet. Die zweite Woche schenkte uns auch nur zwei schöne Tage, so bekam ich fast drei Sockenpaare fertig, außerdem noch die Ärmel von meinem Meeresfarbenpulli, den ich schon in Norwegen im Mai begonnen hatte.

Hier die drei Paare - in meinen absoluten Lieblingsfarben:


Sie haben ein Preisschildchen bekommen, da ich sie auf einem Adventsbasar im November anbieten will. Sie sind alle in meiner Größe gestrickt, dann kann ich hinterher selbst anziehen, was nicht über den Tisch gegangen ist. Allerdings habe ich auch noch Kindersocken in verschiedenen Größen für den Basar gestrickt, die hoffentlich gekauft werden.


Dienstag, 5. September 2017

Noch gar nicht gezeigt - 4/7 sind fertig!

Das ist immerhin schon mehr als die Hälfte ... 4 von 7 ist mehr als 4 von 8, denn das wäre die Hälfte. Worum geht es? Um die nordische Doublefacedecke! Und seitdem der 4. Schal angenäht ist, habe ich sie noch nicht vorgeführt. Das soll heute nachgeholt werden:





Es wird Zeit, dass ich Schal Nr. 5 (von 7) anschlage ... wenn doch nur der Anschlag nicht so kompliziert wäre! Ist der überstanden, dann läuft es meistens wieder flotter ...

Freitag, 25. August 2017

Ein Baby wird bestrickt

Ein neuer kleiner Mensch ist in unseren Freundeskreis eingezogen. Da kann man sich als leidenschaftliche Strickerin natürlich nicht bremsen ...

für diese kleinen Sächelchen habe ich mich entschieden:




Gestrickt habe ich die Teile aus "life style" von ZITRON. Für den Pulli und die Grundfarbe der Mütze habe ich Wolle in Erikarot und Violett gekauft. Die anderen Farben sind Reste von meiner friesischen Jacke aus dem gleichen Garn:


Von dieser Jacke habe ich noch so viele Reste, dass ich für den Adventsverkauf im November noch ein paar Söckchenpaare stricken werde. 

Hier bei ELIZZZA wird in einem Videofilmchen gezeigt, wie man solche Korkenzieherspiralen für die Mütze häkelt. Ich habe drei Stück als Gruppe gehäkelt und am Anfang und am Ende je eine Kette aus 30 LM gehäkelt. Mit den entstandenen LM-Bändchen kann man die Korkenzieher mit einer Schleife um die Mützenecken befestigen. So sind die Spiralen vor dem Waschen abnehmbar.

Die Mütze ist in Runden gestrickt und am Ende nicht abgekettelt. Die Maschen werden je zur Hälfte voreinander gelegt und im Maschenstich immer abwechselnd von der vorderen und der hinteren Nadel abgenäht. So entsteht oben keine Naht. Auch in der rückwärtigen Mitte hat die Mütze keine Naht, was beim Liegen drücken würde, allerdings sind die Farbwechsel als kleiner Versatz hinten sichtbar.

Das Pullimuster besteht aus gleichmäßig verteilten Knötchen. Sie werden gestrickt aus einer rechten Masche, die in der Hinreihe einmal von links, dann nochmal von rechts, dann wieder von links abgestrickt wird, bevor sie von der linken Nadel fallen gelassen werden. In der Rückreihe strickt man einfach von links drüber.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Jetzt wird's bunt!

Nach einer unvergesslichen Reise in meine Wahlheimat kam ich nach Hause mit einem halb fertiggestrickten Pulli. Eigentlich wollte ich das in Norwegen gekaufte Garn zum Stricken von Spüllappen, Topflappen und Waschlappen verwenden. Ich hatte mir 9 Farben aus dem Garn Sandnes Mandarin Petit gekauft, doch als ich die Knäuel im Ferienhaus auspackte, stand für mich sofort fest, dass dieses Garn zum Stricken solch banaler Gebrauchstextilien viel zu schade ist. Da ich meinen bunten Pulli vom letzten Sommer als Muster im Koffer hatte, war der Entschluss schnell gefasst. 

Musterpulli vom Sommer 2016

Ein superfrischer neuer Sommerpulli sollte entstehen. Da ich nur eine Rundstricknadel in Stärke 3 1/2 dabei hatte, fing ich gleich mit dieser Nadelstärke an, obwohl eine halbe Nummer niedriger auf dem Umband angegeben war. Aber es passte dann endlich - nach zweimaligem Aufribbeln eines bereits lang gestrickten Stücks. Ich strickte den Pulli bis zur Ärmelteilung in Runden und konnte mich an dem vorherigen Pulli orientieren.

Heute legte ich spaßeshalber mal meine bunte Sommerhose dazu - und siehe da ... passt! Zwar ist die Hose völlig anders gemustert, da aber die Farben fast völlig übereinstimmen, gefällt mir die Kombination besonders gut. Das wird ein farbenfrischer Sommer!


So, weg vom PC ... weiterstricken!

Mittwoch, 26. April 2017

Eine Frau braucht eine Tasche



Jetzt, da das Taschen-Unikat fertig ist, begegnet mir im Netz eine Aussage, die ich hier zitieren möchte:

Lieber eine großartige Tasche als viele So-lala-Taschen.
(Caroline de Maigret - Pariser Model)

Wenn ich mir die Auftraggeberin vorstelle (die noch nichts von der Fertigstellung der Tasche weiß), könnte es wirklich für sie diese EINE Tasche sein. Ich bin sehr gespannt, ob sie sie selbst auch als solche empfinden wird. 

Dienstag, 25. April 2017

Eukalyptustuch

Zwar steht das Stricken derzeit für mich nicht an erster Stelle (siehe Rêvant-Uli-Blog), und doch ist es ganz schön, abends vor dem Fernseher etwas frei Laufendes auf den Nadeln zu haben. So ließ ich mich vor knapp zwei Wochen zu etwas Fröhlich-Buntem verführen. 

Eine Bekannte trug ein langes und sehr schmales Dreiecktuch um den Hals, das beim Anfassen Schmusegefühle generierte. "Es ist ein normales Sockengarn", sagte sie und ich war ziemlich erstaunt, denn ich kenne Sockengarn eher als etwas kratzig, zumindest für den Hals. So fragte ich genauer nach. "Ich habe es mit Nadelstärke 5 verstrickt", sagte sie. Dann kam die Inhaberin des Wollgeschäfts dazu, in deren Laden wir uns treffen. "Es ist ein wunderbares dänisches Sockengarn", erklärte sie und ich war gleich von den Socken, als ich dann im Regal die Farbenvielfalt sah. Solch ein Tuch wollte ich auch haben - aber in Frühlingsbunt!

So wählte ich drei Knäuel aus, denn mehr braucht man für ein solches Tuch nicht. Es würde also auch nicht allzu teuer werden.

Die Garnmarke heißt
arwetta classic von Filcolana (einem dänischen Garn)

Meine Wahl fiel auf 50 g Neongrün (Colour 250), 50 g Dunkeltürkis (Colour 224) und 50 g  hand dyed Roxana (Colour 509).
Roxana ist ein dunkelbuntes Garn, das ständig seine Farbe wechselt. Es wird in Strängen verkauft und muss erst zu einem Knäuel gewickelt werden.

Unter den Fotos folgt die Strickanleitung.





mit selbstgenähter Tasche
(die in andere Hände kommen soll)

einmal auf dem Boden ausgelegt

und am Körper getragen
Anleitung

Nadelstärke 5 (lange Rundstricknadel)

Anschlag 5 M mit Dunkeltürkis

Grundsätzlich werden bei diesem Tuch in jeder Reihe je am Anfang und am Ende 1 M zugenommen (nach der ersten oder zweiten Masche aus dem Querfaden der Vorreihe eine Masche verschränkt rechts stricken)

Grundmuster: kraus rechts

Streifenfolge:
* 4 R Dunkeltürkis, 2 R Roxana, 4 R Dunkeltürkis, 2 R Roxana, 4 R Neongrün, 2 R Roxana, 4 R Neongrün, 2 R Roxana
Ab * stets wiederholen
enden mit 4 R Neongrün

Nach 7 Streifenfolge-Sätzen in Neongrün abketteln

Das ganze Tuch rundherum in der Farbe Roxana mit einer Runde fester Maschen umhäkeln, dabei darauf achten, dass die Häkelmaschen nicht zu fest werden, damit sie den Rand nicht zusammenziehen.

Aus den Wollresten lassen sich noch drei Quaste wickeln, die ich mit je einer farblich passenden Perle verziert habe.


Preis des Garns für das ganze Tuch 16,30 € (bei Andreas Glücksmasche in Bad Meinberg).

Als ich das fertige Tuch meinem Mann zeigte, meinte er, es erinnere ihn an ein frisches Eukalyptusbonbon, daher bekam es den Namen "Eukalyptustuch".