Sonntag, 21. Januar 2018

Zwischendurch gehäkelt

Neulich machte ich mit einem Schatz einen Spaziergang über die Felder. Je höher wir hinaus kamen, desto mehr pfiff uns der Wind um die Ohren. "Warum trägst du eigentlich deine Mütze nicht im Winter, vor allem bei so kräftigem Wind?", fragte ich meinen Mann. "Ich habe sie dir doch extra für solche kalten und windigen Tage gehäkelt." "Hm", meinte er, "die passt irgendwie nicht so richtig zu meinem Schal."

Ja, ich musste zugeben, optimal fand ich die Kombination auch nicht.



"Aber du könntest mir dazu ja mal eine passende häkeln", meinte er dann.

Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Eine Boshi-Mütze ist in weniger als drei Stunden fertig. 

Also gingen wir ins Wollgeschäft im Städtchen und suchten drei passende 100-g-Knäuel aus. Den Schal hatten wir natürlich mitgenommen. Und da man für solch eine Mütze nicht 300 g Garn braucht, häkelte ich gleich noch eine zweite hinterher - dieses Mal mit Pompon.




Nun ist auch der Schal zufrieden ... und den Pompon kann man auch auf die andere Mütze setzen. Er ist lediglich auf der Innenseite der Mütze mit einer Schleife befestigt. So kann man ihn auch beim Waschen entfernen.



Donnerstag, 4. Januar 2018

Post von Ulimantulus

Wieder einmal gibt es Neues aus der Uli-Gang. Das entsprechende Label birgt die Dokumentation einer fortlaufenden Entwicklung, die durch das Zeigen früher Handarbeiten hier im Blog in Gang gesetzt wurde. Interessierte mögen die Geschichte von unten nach oben lesen.

Heute nun wird sie fortgesetzt, denn vor Weihnachten bekam ich Post von den neuen Pflegeeltern, die seinesgleichen (Uli & Co.) sehr zu mögen scheinen.

Hier der Inhalt der Mitteilung:

Liebe Frau N.,

ich möchte ich Ihnen mitteilen, dass es Ihrem Uli nicht nur gut geht, sondern seine "Familie" unaufhörlich größer wird. ;-)

Meine bessere Hälfte wird nämlich nicht müde, im Netz geradezu auf Jagd nach weiteren gehäkelten Fehlerteufeln zu gehen. Nun gut, so schlimm ist es zwar nicht, aber wann immer sich die Gelegenheit bietet, schlägt sie zu. Deshalb schicke ich Ihnen in der Anlage einmal ein Foto, welches alle bei ihr im Haushalt "lebenden" Ulis zeigt. Sie können sehen, Ihrem Uli geht es blendend!!!

Beste Grüße, auch im Namen meiner Lebensgefährtin

M. W.



Ich schrieb zurück:

Lieber Herr W.,
 
na, das war ja mal wieder eine Freude,
Ihre kleine rote Familie wachsen zu sehen.
Familienzusammenführungen haben doch immer etwas Belebendes!!!
 
Das angehängte Foto habe ich mir gleich ausgedruckt
und werde es mir in Sichtnähe positionieren.
Ja, es macht mir richtig Spaß!
 
Die "Kerle", die Ihre Lebensgefährtin ausfindig macht,
scheinen ja immer größer zu werden.
Sitzen sie wohl in der Reihenfolge, in der sie zu Ihnen kamen?
Der Lipper Uli dürfte ja wohl der ganz links sitzende sein.
 
Ich staune ja, dass Ihre Lebensgefährtin noch immer fündig wird.
Was für eine tolle Erfindung ist doch das Internet!
 
Lassen Sie immer wieder gerne von sich hören,
wenn es Neues gibt.
 
Alles Liebe Ihnen beiden,
U. N.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Neue Socken

Dieses Paar Socken für mich lag schon lange halbfertig im Strickkörbchen. Im Schaft ist ein Jaquardmuster aus Sternen eingestrickt, das leider nicht sehr deutlich sichtbar ist, weil ich ein zu wenig kontrastierendes Garn gewählt habe. Egal, sieht trotzdem gut aus ... ein bisschen wie Camouflage. Zu Jeans überhaupt eine schöne Farbkombination!


Lang ist's her - und lang ist der Schweif

Ich habe mich hier länger nicht blicken lassen. Das lag am Kometen COGGIA, den ich seit dem ersten Adventswochenende gestrickt habe. Es war sehr spannend, manchmal hatte ich so meine Zweifel, ob es richtig war, ein so teures Garn zu kaufen, ohne zu wissen, was daraus wird. Immerhin habe ich etwa 75 € ausgegeben. Da musste schon etwas Besonderes entstehen!

Hier zeige ich den Werdegang ... nur nochmal zur Erinnerung, welches Farbsortiment ich gekauft hatte - sein Name ist COGGIA. Dabei handelt es sich nach einem Kometen, der 1874 von einem Astronomen gleichen Namens entdeckt wurde.


Ich musste zuerst die Farben sortieren (von Nr. 1 bis Nr. 8). Ich bekam den Tipp, mit dem Orangegold zu beginnen. Ich hatte ja keine Ahnung, was da entstehen sollte. Also nahm ich den Tipp vertrauensvoll an. Die Wahl war schon mal nicht verkehrt, wie sich später herausstellen sollte. Es wurde in verkürzten Reihen gestrickt, wobei gleich zu Beginn eine verdächtig an einen Himmelskörper erinnernde Form entstand.



Flugstrahlen oder was ist das hier nun?
Es wirkt sehr geheimnisvoll ...


Teil 1 ist abgeschlossen, nun heißt es warten bis zum zweiten Teil, der erst am zweiten Adventswochenende zum Download bereitstand.


Aha, es wird mit je zwei Farben im Wechsel gestrickt, und zwar im Hebemaschenmuster. Was entsteht denn da? Ein Schal???



Ich sortierte die Farben nach Ähnlichkeit, was sehr schön wirkt, nur das Ende mit den letzen beiden Farben, das wollte sich nicht so recht in den "Gradient" fügen.



Lila-Grün und Grün-Natur ... hm ...
ich hoffte auf einen Ausgleich in den folgenden KAL-Teilen.



Teil 3 beginnt ... ein Teil mit Sternchenmuster und eingestrickten Perlen.


Ich hatte mich für dunkelbunte (violett-grün irisierende) Perlen entschieden, die auf dem hellen Teil besser wirken.



Teil 4 ist fertig gestrickt - der riesige Schweif!
Aha, da, am Ende, wiederholen sich nochmal die Farben Grün und Natur.
Trotzdem empfinde ich sie im ganzen Tuch als etwas störend.



Mal sehen, was in Teil 4 noch passiert ... ah ... Strahlen, die kontrastieren sollen.
Ich wähle in dem Goldorange Blau- und Violett-Töne für die kleinen eingestrickten I-Cords. 
Wenn schon bunt, dann richtig!



Und auch in dem hinteren Schweifteil sollen nochmal I-Cords eingestrickt werden. Auch hier wählte ich bis jetzt kontrastierende Farben. Sie bringen den Schweif zum Leuchten. So habe ich ein klein wenig vom Nordlichtcharakter mit eingearbeitet, was ich mir ursprünglich so sehr gewünscht hatte. Das kann nämlich auch so richtig bunt leuchten!


Zu dem komplett fertiggestellten Tuch werde ich ein abschließendes Post schreiben. Auch dazu, wie man es denn nun trägt bzw. tragen kann. Die Spannung ist noch nicht aufgelöst ...

Donnerstag, 23. November 2017

Mein Komet heißt Coggia


Der Komet rauscht heran. Es geht auf Weihnachten zu und der Mystery Knitalong beginnt in acht Tagen. Ich bin vorbereitet, habe mich für ein Garnsortiment entschieden. Dazu bin ich persönlich in Barbaras Laden (dibadu) gefahren und habe mir angesehen, was noch zur Verfügung stand. Unglaublich, wieviel sie schon verkauft hatte! Zwar entspricht das ausgewählte Farbsortiment nicht ganz meinen Vorstellungen, aber eine Nordlichtmischung hätte ich eh nicht bekommen. Und das Tuch soll ja auch einem Kometen huldigen. Mein Komet wird - so hat es Barbara mit der Namensgebung des Garnsortiments selbst bestimmt - Coggia sein. Er wurde 80 Jahre vor meiner Geburt von einem Astronomen mit dem Namen Jérôme-Eugène Coggia in Marseille mit seinem Teleskop entdeckt. Damit habe ich sogar eine Beziehung zu diesem Kometen, denn in Marseille bin ich auch schon gewesen. Coggia begann im Juni desselben Jahres einen langen, schmalen Schweif zu entwickeln. 

Heute kann ich nur mein Garnsortiment zeigen:


Ich finde, es sprüht schon richtig geheimnisvoll. Ich bin sehr gespannt, wie mein Komet auftreten wird ...